STEFAN BORN

Europas wilde Kornelkirsche.


Die Legende, das Holz, der Stock.

STEFAN BORN

Meine Wenigkeit hatte das kurzweilige Vergnügen Stefan life entgegtreten zu dürfen. Rein mental, eine unglaubliche Situation die Mann erst einmal verarbeiten muss. Stefan baut auf seine langjährig wie Fronterfahrung. Er hat sie nunmehr beruflich inter sich gelassen. Diese Begegnung gestaltete sich als emotionale Achterbahnfahrt. Zumindest meinerseits als ein ... meine Güte, da biste einem richtigen Gladiator entgegetreten. Zumindest einem Menschen der in so ziemlich jeder antiken Arena eine ausgesprochen hohe wie langejährige Überlebensquote gehabt haben dürfte. Das ist nicht so bequem wie vor dem Bildschirm, sondern ein Erlebnis mitten drin. Dabei und echt. Allein die Videos sind nichts für schwache Nerven. Sie sind die Essenz aus vielen Jahren echtem Basis - Einsatzes. Zum Teil entweder ich oder du. Zu welchen legitimierten Einsatzzwecken und wie dies ausgesehen hat, das ist seine persönliche Geschichte und es steht mir nicht zu dies hier zu veröffentlichen. 

Appell


Kampfkunstkameraden haben mich immer wieder auf Stefan aufmerksam gemacht. Schlussendlich kam es zu einem etwas längerem Telefongespräch. Eine meiner wichtigsten Fragen lautete, ob er etwas für mich hätte, das ich dem zukünftigen Interessenten gegebenenfalls mit auf den weiteren Lebensweg dazugeben könnte. Als Präferenz bei Abgabe eines Ziegenhainers. So geschah es dann, dass Mangels geeigneter wie verdeckter Kommunikations Kanäle meinerseits, Stefan mit einfachsten Mittel eine kleine Videoreihe produzierte und sie öffentlich auf You Tube einstellte. Einfach so ... von jetzt auf gleich. Wow. Nachfolgend seine Videoserie zum Thema.

 SELBSTSCHUTZ VIDEOS

VEHEMENZ

Musik kann als wunderschön erhebend, wie auch anfeuernd brutal, körperlich erlebt werden. Die basierende Tonlage und das entstehende Gefühl dazu, sind entscheidende Größen. Wie in einem klassisch musikalischem Basis - Unterricht, orientiert sich Stephan Born an vergleichsweise ... fünf fest vorgezeichneten Noten Linien.

LITERATUR

Wie es dazu kam, ein System vor dem Bordstein zu verwirklichen, kann dies nachlesen in "Des Escrimadors einfache Kunst" von Stefan Born.

ISBN: 9781291500462

Der Autor selbst hat "Stefan`s Ziegenhainer Spazierstock Selbstschutzmethode" freigegeben. Ein PDF dass jederzeit vom Interessenten angefordert werden kann. Es liegt mir zur Weitergabe vor. Dazu genügt die elektronische Anfrage an meine nachfolgende Adresse :

mail@sticksforlife.de

Das neueste defensive Werk wäre zu bestellen unter : 

"Die einfache Spazierstock Selbstschutz Methode" - epubli




X FAKTOR

Unübertreffbar in seiner soliden Handfestigkeit präsentiert sich das nicht sichtbare Grundgerüst von Stefans langjähriger Erfolgsarbeit. Offensichtlich Schnörkellos. Die Notenschlüssel von durchaus ergreifbaren Höhen wie Tiefen, es mag jeder seine eigenen vor diese Notenleiter setzen. Die Struktur ist offen. Vertretern alter Kampfsyteme, in denen es bis ans Leben ging, denen gaben Mythen ein sicheres Heim. Vital für beide Seiten, vor wie hinter dem Vorhang. Das Leben ist polar. Alles, ohne Ausnahme befindet sich in Balance. Der nicht sichtbare Bereich, welcher das Gleichgewicht optisch und leicht verdaulich wiederherstellen würde, wurde offensichtlich nicht dargestellt. Ob es an dem mangelt ... was schick, wie schön und geil wäre ? Wie von Nebelschleiern verdeckt, existiert da auch noch die eine oder andere Konstante.

Der verschulte Mann braucht ein wenig länger um von selbst drauf zu kommen. Die Tigerinnen unter den Kampkunstfreudigen Damen benötigen dafür nur eine  Millisekunde. Beinahe erschreckned, sind deren fehlende Berührungsängste. Einmal focussiert, reicht es ihnen um da drin zu sein und das dann nach eigenem ermessen auszubauen. Diese Situation habe ich mehrfach miterleben dürfen. Sozusagen als Dummy. Soviel diesbezüglich zu meinem sportlichen Hintergrund.

Fürs Bauchverständnis, der Kinostreifen "Vaya con Dios" aus dem Jahre 2002. Um die gejagte Regula, dient dabei alles andere nur als Futter. Eine Persiflage darauf, dass im Klang ... Geist wäre. Vielleicht ist es auch umgekehrt. Wer weiß das schon so genau. Wenn jedoch auf diesem Pferd exessiv herumgeritten wird, ist es bis dato noch nicht entgültig zu Schanden geprügelt worden. Und das nach über Zweitausendundzwei Jahren. Wem das zu hoch ist, nehme"Männer die auf Ziegen starren" als Beispiel. Er stammt aus dem Jahre 2009. Etwas lächerlich zu machen, mit einem Millionen Aufwand, dies sollte schon an sich als eine Gegenmaßnahme zu werten sein. Wider einer gefährlicheren Mannes Konstellationen. Wem auch immer dieser jemanden zu nahe kommen könnte. Noch etwas flacher die Blondienenwitze. Um was auch immer zu zerstören. Dies Engelhaften Erscheinungen, waren über Jahrhunderte unser Idealbid von Weiblichkeit. Nur diese drei Beispiele hier, als ... Fußnoten.

Aus berufenem Munde 



Elias Flatscher


Hallo zusammen,


ich war vergangenes Wochenende drei Tage bei Stefan Born und möchte hier meine Eindrücke schildern. Vorab, für die, die mich nicht kennen, kurz zu meiner Person: ich komme ebenso wie Stefan aus dem Ringen (Greco und Freistil, daneben noch eine Reihe von anderen Grapplingstilen, parallel ein Jahr Boxen und Thaiboxen, später ein Jahr Silat; Trainertätigkeiten im Jugendbereich Ringen, Ringen im Stand für Grappling und MMA, sowie für historisches Ringen bei zahlreichen internationalen Fechtevents) und habe meine sportliche Laufbahn in der österreichischen Bundesliga (4 Saisonen 2. Bundesliga, eine Saison 1. Bundesliga) beendet.

Mit Stöcken beschäftige ich mich seit inzwischen fast drei Jahren, und wie einige von Euch vielleicht wissen schnitze ich gelegentlich auch welche (primär aus Kornelkirsche, mit dankenswerter Anleitung von Michael Harbarth). Da Stefan in seinem System ja ebenfalls ringerische Elemente integriert hat, habe ich schon länger mit dem Gedanken gespielt, bei ihm vorbeizuschauen, und nun hat sich endlich eine Möglichkeit ergeben.

Stefans Videos und seine Grundphilosophie kennt ihr ja vermutlich alle mehr oder weniger, daher muss ich dazu vermutlich nichts sagen. Ich möchte vielmehr auf das eingehen, was ich dort weniger klar wahrgenommen habe als jetzt beim Live-Austausch.

Zunächst sollte ich betonen, dass Stefans System ein ganzheitliches ist: wie manche von Euch das vielleicht aus den traditionellen (!) FMA-Stilen kennen, werden die Bewegungsabläufe und Konzepte mit nur minimalen Modifikationen zwischen den verschiedenen Waffen (Ziegenhainer Spazierstock, «Knüppel», Palmstick, Messer, Gertel, Machete…) und der waffenlosen Anwendung übertragen, was das Training einfacher macht. Jedoch bedeutet einfach hier nicht weniger fordernd: wie jeder gute Kampfsportler betont Stefan laufend, dass die Anwendung bestenfalls so gut sein kann wie das Trainingsniveau, sprich, an der Effizienz der Kräfteübertragung über den eigenen Körper und ggf. die Waffe auf den Gegner muss laufend optimiert werden, und man kann gut und gerne ein ganzes Leben damit zubringen.


Um diesen Prozess zu gewährleisten, praktiziert Stefan eine Reihe von Trainingsmethoden, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen. So setzt er einerseits gezielt körperliche und geistige Entspannung ein («Stehen wie ein Baum»), andererseits auf gezielte Spannung («Laufen mit der Gewichtsstange bzw. Hammer und Axt»; teilisometrische und isometrische Übungen) und setzt diese Elemente an verschiedenen Trainingsgeräten (Holzpuppe, Maisbirne, Reifenstapel…) und in Partnerdrills zusammen, wobei er insbesondere die Wichtigkeit von «short power», also explosive Kraftgenerierung auf kurzem Wege hervorhebt.


Sparring hat dagegen nach seiner aktuellen Ansicht nur eine eingeschränkte direkte Bedeutung für den Selbstschutz, denn – wie er mir mit einem Augenzwinkern gesagt hat – «Sparring schwächt den Geist». Das ist so zu verstehen, dass beim Sparring von für den Selbstschutz geeigneten Anwendungen häufig eine zu geringe Intensität zur Anwendung kommt (manche von Euch kennen das vielleicht als mangelnder «intent»). Stattdessen sieht Stefan die Lösung für die physische Seite des angewandten Selbstschutzes (mehr dazu weiter unten) in anhaltendem Vorwärtsdruck, der den Gegner in Bedrängnis bringt und Öffnungen generiert. Diesen Vorwärtsdruck und die daraus entstehenden Anwendungen muss man meiner Meinung nach erlebt haben, um sie zu verstehen; ich würde soweit gehen zu behaupten, dass wer noch nie mit guten Ringern oder Infightern im Boxen trainiert hat, hiervon wahrscheinlich schockiert sein wird.


Auf der anderen Seite betont Stefan auch, dass das System sich über verschiedene kampfsportliche Vorerfahrungen «stülpen» lässt und eigentlich erst auf diesem Wege seine eigene, ganz individuelle Ausprägung bekommt. In seinem und meinem Fall ist die Basis das Ringen. Das Ringen, vermischt mit traditionellen FMA-Konzepten liefert die Beinarbeit, zahlreiche Drillkonzepte und die Intensität in der Art, wie Stefan sein System gegenwärtig praktiziert, ebenso ergeben sich daraus ganz natürlich verschiedene Möglichkeiten, den Kampf auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlich heftigem Ausgang zu beenden. Gerade dieser Aspekt ist in den Videos nur sehr eingeschränkt zu sehen, insbesondere für Laien; den mehrfach in verschiedenen Foren geäusserten Vorwurf, dass Stefans Cinco Teros zu wenige Techniken hätte, kann ich so nicht bestätigen, denn das liegt letztlich allein beim Anwender.


Wir haben jedoch nicht nur trainiert, sondern waren auch Wandern und haben viel über verschiedene Themen gesprochen – nicht nur über den Selbstschutz, sondern auch über «Gott und die Welt», und natürlich über das Ringen. Letzteres war begleitet vom Besuch einer Begegung in der ersten Bundesliga in Mainz, vom ASV Mainz 88 (wo Stefan lange als Trainer tätig war) und Heilbronn. Lustigerweise war das mein erster Besuch eines Bundesligakampfes in Deutschland, wir haben einige extrem hochkarätige Kämpfe sehen und mit den «alten Kämpen», dem zum Teil legendären Urgestein der Mainzer Ringer plaudern können.


Gesamthaft habe ich das Wochenende extrem genossen und zahlreiche wertvolle Anregungen für mein eigenes Training und Leben mitnehmen können. Um es nochmals zu betonen: ich für meinen Teil habe Stefans Buch, seine Manuskripte und Videos zwar fleissig studiert, würde sie aber nur als Spitze des Eisbergs bezeichnen, den man erst in der direkten Begegnung in seiner vollen Grösse wahrnehmen kann. Ein ganz, ganz herzliches Dankeschön Stefan für Deine Zeit, Deine Begeisterung und Deine Ratschläge, hoffentlich bis bald!